So könnte man die knapp drei Wochen Roadtrip in drei Aspekte zusammenfassen. Natürlich gab es neben den fast 6.000 Kilometern Straße, dem vielen Staub und den hungrigen Dingos auch traumhafte Strände und idyllische Natur. Jetzt aber mal alles von Anfang an: Montagmorgen erreichte ich nach 24 Stunden Flug endlich Adelaide und wurde von 25°C, strahlendem Sonnenschein und natürlich von Ian am Flughafen begrüßt. Nach einem Frühstück am Henley Beach in Adelaide
ging es mit einem Zwischenstopp in Freeling, dem Dörfchen in dem die Serie Mc Leods Töchter gedreht wurde auf zur Farm von Ians Eltern in Tarlee, das Auto für die Reise packen.
Ausgerüstet mit allerlei Campingutensilien und jeder Menge Vorfreude brachen wir am späten Vormittag zu unserem Abenteuer auf. Für den Trip hatten wir uns eine Mischung aus Camping und Übernachtungen in Hostels überlegt. Einerseits um das Reisebudget so gering wie möglich zu belasten und andererseits auch, um so viel wie möglich vom Land zu sehen.
Unser erster Campingplatz lag in den Flinders Ranges, einer Bergkette in der „Yellow Footed Rock Wallabies“ leben. Leider sahen wir an diesem Abend keines und etwas enttäuscht machten wir uns am nächsten Morgen auf zum nächsten Ziel. Doch unverhofft kommt oft. Denn als ich gerade um eine Kurve biege steht eins direkt vor uns auf der Straße und schaut uns etwas verduzt an. Gleich wurde natürlich die Kamera gezückt.
Die nächsten Tage folgten wir dem Highway 1 entlang der Küste nach Westen vorbei an der Great Australian Bight einer großen Bucht, die in den Frühlingsmonaten Anlaufpunkt für Walmütter ist, um ihr Jungen auf die Welt zu bringen und aufzuziehen.
Über den Nullabor und Australiens längster gerader Straße dem „90 Mile Straight“ über 146 Kilometer schnurgerade Straße ohne jegliche Biegung oder geschweige denn einer Kurve. Bis wir schließlich über den National Park Cap Arid die erste „richtige“ Stadt erreichten. Esperance zeigte sich uns von seiner schönsten Seite und nach dem wir dort auch noch „Twilight Beach“ einen traumhaften Sandstrand mit sanft anmutenden Felsen entdeckten, hätten wir am liebsten sofort ein Haus dort gekauft.
Doch nach nur zwei Tagen ging es weiter an der Küste nach Albany. Dort war das Wetter zum ersten Mal nicht ganz auf unserer Seite und es Nieselte etwas, was der Schönheit der Strände und der Landschaft jedoch keinerlei Abbruch tat. Im Valley of Giants, einer Region, in der es riesige Bäume gibt, machten wir einen „Tree Top Walk“. Dort läuft man auf einer Art Laufsteg immer höher zwischen den Bäumen hindurch und bekommt einen Eindruck wie hoch das Ganze eigentlich ist. Sehr unvorteilhaft wenn man, wie Ian Höhenangst hat. Haha =) Nach dem wir unbeschadet wieder am Boden angekommen sind ging es von dort schließlich an die Westküste in die Margaret River Wein Region. (Wir mussten uns natürlich von der Qualität der Weine überzeugen.)
Und dann war es auch nur noch ein Katzensprung bis Perth. Endlich! Perth, die Hauptstadt von West Australien mit rund 1.6mio Einwohnern am Swan River. Und nur um ein Gefühl für die Dimensionen zu geben: Die nächstliegende größere Stadt ist Adelaide! Auf kürzestem Weg 2695 km von Perth entfernt. Aufgeregt endlich wieder in der Zivilisation zu sein legten wir einen Shopping- und Sightseeing-Tag ein. Abends besuchten wir Katy eine Freundin von mir, die ich auf der Polofarm kennengelernt hatte. Sie lebt mit ihrem Mann, den zwei Kindern und einigen Polopferden in einem Vorort von Perth idyllisch am Swan River. Ja, hier lässt es sich auch leben.![416988_409728779042429_100000159310607_1838569_1746577731_n[1]](http://thelittlejillaroo.files.wordpress.com/2012/03/416988_409728779042429_100000159310607_1838569_1746577731_n1.jpg?w=225&h=300)
Doch da meine Zeit ja etwas begrenzt war, brachen wir nach einem weiteren Tag schon wieder auf und machten uns über Kalgoorlie Boulder, einer Stadt die nur aufgrund von Bergbau entstanden ist wieder auf den Rückweg nach Adelaide. Die Strecke bewältigten wir in nur drei Tagen. Was lange Tage mit jeweils ca. 900 km Fahrtstrecke im Auto zur Folge hatte.
In der letzten Nacht auf dem Heimweg bekamen wir dann jedoch noch unerwarteten Besuch. Ein hungriger Dingo hatte wohl unser Abendessen gerochen und sah es als angemessen an um unser Camp herum zu schleichen und nach Resten von Steak ausschau zu halten. Da meine Nerven aufgrund einer Mausattacke nur eine Stunde zuvor sowieso sehr, naja sagen wir mal: strapaziert waren, fand ich das nicht soo lustig und war erleichtert, als er nach ca. 10 Minuten das Interesse an uns verlor und seiner Wege ging. So waren wir auch froh vor meinem Abflug noch zwei Tage entspannen zu können und erst mal wieder Energie aufzutanken.
Am Abend vor meinem Abflug besuchten wir das Fringe Festival in Adelaide. Ein Comedy und Entertainment Festival, das einmal jährlich für fast einen Monat die ganze Stadt vereinnahmt. Wir sahen die Show „5 Steps to become a German“, also wie werde ich Deutscher in 5 Schritten. Der Comedian war ein Deutscher, der momentan in England lebt und es sich zur Aufgaben gemacht hat dem Rest der Welt zu erklären, wie wir Deutschen so ticken. Und misst – er hatte mit (fast) allem recht. Lustig war es aber trotzdem oder vielmehr gerade deswegen! Und ich glaube Ian hat einige meiner „Deutschen Eigenschaften“ nun besser verstanden. =)
Am letzten Tag habe ich es dann auch endlich geschafft mir den obligatorischen Sonnenbrand zuholen und bin mit viel Wehmut und glühend heißen Oberschenkeln am Nachmittag in den Flieger zurück nach Frankfurt gestiegen.
Eins steht fest: Australien ich komme wieder – und das hoffentlich nicht erst in einem Jahr.
![429476_409729672375673_100000159310607_1838598_1874901389_n[1]](http://thelittlejillaroo.files.wordpress.com/2012/03/429476_409729672375673_100000159310607_1838598_1874901389_n1.jpg?w=220&h=183)
![423641_409711159044191_100000159310607_1838434_2001233533_n[1]](http://thelittlejillaroo.files.wordpress.com/2012/03/423641_409711159044191_100000159310607_1838434_2001233533_n1.jpg?w=227&h=183)
![423874_409720775709896_100000159310607_1838516_56979447_n[1]](http://thelittlejillaroo.files.wordpress.com/2012/03/423874_409720775709896_100000159310607_1838516_56979447_n1.jpg?w=233&h=188)
![423864_409715639043743_100000159310607_1838494_1004635114_n[1]](http://thelittlejillaroo.files.wordpress.com/2012/03/423864_409715639043743_100000159310607_1838494_1004635114_n1.jpg?w=238&h=186)
![418221_409713592377281_100000159310607_1838452_2028552110_n[1]](http://thelittlejillaroo.files.wordpress.com/2012/03/418221_409713592377281_100000159310607_1838452_2028552110_n1.jpg?w=239&h=186)
![427164_409714182377222_100000159310607_1838469_660769473_n[1]](http://thelittlejillaroo.files.wordpress.com/2012/03/427164_409714182377222_100000159310607_1838469_660769473_n1.jpg?w=300&h=225)
![420279_409729132375727_100000159310607_1838578_1268733640_n[1]](http://thelittlejillaroo.files.wordpress.com/2012/03/420279_409729132375727_100000159310607_1838578_1268733640_n1.jpg?w=300&h=225)




















![landkarte_australien[1] Kopie](http://thelittlejillaroo.files.wordpress.com/2012/01/landkarte_australien1-kopie.jpg?w=490&h=428)













































































































































































